Meine Kühlbox und ich

 

Es gibt zwei Dinge, die ich nicht verleihe und mit denen man mich wirklich empfindlich treffen kann: meine Bücher und meine Kühlbox. (Klar ist es komisch, dass ich diesen Artikel im Winter schreibe. Aber ich vermisse den Sommer.)

Der Hintergrund für diese ungewöhnliche Leidenschaft?

Vor einigen Jahren segnete mein Kühlschrank das Zeitliche und es gelang mir kurzfristig nicht ein Ersatzgerät zu bekommen. Das Geld für ein Neugerät wollte ich nicht ausgeben und sämtliche Kleinanzeigen und Gebrauchtwarenhändler hatten zu der Zeit keine Kühlschränke im Angebot. Als echter Höhlenmensch schaltet man dann natürlich auf Stur und ich beschloss erst einmal ohne Kühlschrank auszukommen. Eine nicht ganz so gelungene Idee. Durch Zufall stieß ich dann auf eine Kühlbox. Während man nun bei einem Kühlschrank aufstehen und sich in dessen Richtung bewegen muss, kann man die Kühlbox mit sich herumtragen. Auf den Balkon zum Beispiel. Nach einiger Zeit kam ich natürlich wieder an einen Kühlschrank. Auf die Bequemlichkeiten meiner Kühlbox verzichte ich deswegen nicht. Wenn ich also im Sommer auf dem Balkon liege und etwas lese, packe ich mir mein „Survival-Kit“ in die Box und der Nachmittag kann beginnen. Das ist vielleicht ein wenig absonderlich – doch ich denke es gibt durchaus exotischere Eigenschaften, derer man habhaft werden kann.

Das interessante dabei ist die Reaktion der Mitmenschen. Freunde und Bekannte zögerten selbstverständlich nicht eine Sekunde mit Hohn und Spott, wenn immer ich mit meiner Kühlbox irgendwo auftauchte. Es ist nicht so, dass ich sie ständig dabeihabe. Aber wenn man an den Strand oder den Park geht, kommt es schon nicht selten vor. Gerade in der ersten Zeit sorgte das für recht bissige Kommentare. Inzwischen hat sich dieser Zustand etwas gelegt, denn schließlich war ich stets derjenige, der die kalten Getränke hatte. Ein kaltes Bier schmeckt mir bei 40 Grad im Schatten schlichtweg besser als eine handwarme Plörre. Zwar ist von meinen Bekannten noch niemand auf die Idee gekommen, sich auch eine Kühlbox anzuschaffen aber des Neides bin ich mir gewiss. Alles eine Frage der Außentemperatur. (PS: Falls du nun unbedingt eine Kühlbox kaufen will, dann schaue dir diese Seite an. Hier findest du tolle Kühlbox Tests.)

Meine Bücher habe ich auch erwähnt. Daher sollte ich kurz darauf eingehen. Ich lese viel; halte mich aber relativ fern von aktueller Belletristik. Ich habe nichts gegen einen spannenden Thriller oder ein Buch, welches die Bestsellerlisten stürmt. Selbstverständlich lese ich auch solche Bücher. Viel Zeit verbringe ich allerdings mit Klassikern oder Romanen mit irgendeinem historischen Bezug. Biografien oder generell Bücher rund um die Geschichte finde ich spannend. Die jeweilige Geschichte dazu mag erfunden sein, doch finde ich es immer ganz toll, wenn der Rahmen der Erzählung ein wenig dazu beiträgt, die entsprechende Zeit besser zu verstehen.

Ich glaube, dass man relativ viel mitnehmen kann, wenn man sich in unsere Vorfahren hineinversetzen kann. Dabei liegen mir dann auch eher Bücher, die das Leben der einfachen Leute beschreiben. Ich bin selbst ein Angehöriger der arbeitenden Klasse und beschäftige mich überhaupt nicht mit dem Hochadel, den es ja immer noch gibt. Ich denke, dass diese Leute schon früher so affektiert und machtbesessen waren. Grund genug also, sie nicht zu meinen Lieblingsmenschen zu machen – dementsprechend interessiere ich mich auch nicht so sehr für ihre Geschichten. Es gibt einige sehr gute Bücher ganz unterschiedlicher Art, die mir sehr am Herzen liegen. Vielleicht bekomme ich noch Lust und Gelegenheit das eine oder andere hier vorzustellen.

Seid also gespannt.